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Die Geschichte des Büros – Eine kleine Reise

So überraschend es auch sein mag, die Geschichte des Büros und seiner Gestaltung ist noch nicht geschrieben. Bedenkt man, dass in den Industrieländern weit mehr als zwei Drittel der Menschen ihr Arbeitsleben in Büros verbringen, dann ist das Thema sicherlich nicht ohne Bedeutung. Daher wäre ein Blick in die Entwicklung des Büros doch für viele Personenkreise interessant, oder?

Mitnichten. Leider geht von Designhistorikern und Verlegern ein erstaunliches Desinteresse aus, obwohl besonders Möbel und Möbeldesigner (bzw. Designer vieler Sparten) von der Existenz des Büros an sich profitieren.

Ist das vielleicht darauf zurückzuführen, dass die meisten Menschen ihre Büroarbeitsplätze nicht lieben? Oder die Tatsache, dass bei der Gestaltung von Büromöbeln fast immer Funktionalität und Wirtschaftlichkeit im Vordergrund stehen und emotionale Aspekte eine untergeordnete Rolle einnehmen? Oder daran, dass immer nur innovative Produkte den Büromöbelmarkt beeinflussen?

Lassen Sie uns genauer hinschauen.
Restaurierter Altbau mit edlem OKA Trion Tisch in Kombination mit OKA ModulLine Schränken
Restaurierter Altbau mit edlem OKA Trion Tisch in Kombination mit OKA ModulLine Schränken

Das Büro der 60er-Jahre – Stil geht anders



Eventuell sollten wir zu Beginn der kleinen Büro-Reise zwischen einer Arbeitsstube und einem Büro differenzieren. Arbeitszimmer vieler großer Geister der letzten Jahrhunderte, man nehme hier zum Beispiel Johann Wolfgang von Goethe, waren geschmackvoll eingerichtet. Büros im modernen Sinn, sprich Orte, an denen mehrere Menschen an Schreibtischen entsprechende Arbeiten verrichten, überzeugten selten durch Gemütlichkeit und stilistischen Feingeist.

Während Wohnräume der 1950er- oder 1960er-Jahre noch sehr anregend und zeitgemäß wirken können, erscheinen Büroräume und Möbel dieser Epoche steif und steril. Funktionalität sowie Praktikabilität standen im Vordergrund. Stabil musste es sein und einen Zweck erfüllen. Bestätigt wird das durch die Tatsache, dass es aus dieser Zeit im Bereich der Büromöbel keine "Ikonen" und dauerhaften "Klassiker" gibt. Auf dem Markt für Wohnmöbel werden diese hingegen immer beliebter.

Privatbüros oder auch Einzelzimmer wurden hingegen auch in dieser Zeit mit Designobjekten dekoriert. George Nelsons "Home Office Desk" von 1947 und sein Bürotisch aus der Serie "Action Office 1" von 1964 können als Beispiele für diese Kategorie gelten. Doch haben diese Modelle heute eine andere Bedeutung als eine rein historische? (Der Eiermann-Schreibtisch könnte die berüchtigte Ausnahme von der Regel sein, aber streng genommen handelt es sich nicht um Büromöbel im klassischen Sinne.)
Home Office Desk von George Nelsons
Action Office Desk von George Nelsons

Technik verändert das Leben — auch das der Büromöbel



Die relativ kurze Zeitspanne, in der Büromöbel in Gebrauch genommen werden, lässt sich vor allem durch ihre Abhängigkeit von technologischen Entwicklungen erklären. Ein herausragendes Beispiel dafür ist der Schreibmaschinentisch. Weitaus kleiner und niedriger als moderne Schreibtische entwickelte er sich zu einem wichtigen Utensil, als die Schreibmaschine zum wichtigsten Bürogerät avancierte.

Dieser Möbeltyp war viele Jahrzehnte lang ein fester, teilweise sogar zentraler Teil der Büroeinrichtung. Er verschwand jedoch „über Nacht“, als in den 1980er-Jahren der PC in der Bürowelt an Bedeutung gewann.

Moderne Kombinationen aus Möbel und Technik finden wir zum Beispiel im Bereich der Schreibtische. Höhenverstellbarkeit ist heutzutage ein Muss, um dem Gesundheitsanspruch der Büromitarbeiter gerecht werden zu können. Entsprechend veränderte sich auch das Design der Tische: Angefangen von den Materialien, die der Technik dienen müssen, bis hin zur Form, welche dem Sinn des Tisches angepasst wird.

Design-Büros von gestern und heute



Der Versuch, eine Kombination aus Bürolandschaft und Design zu gestalten, hat bereits weit vor den 2000ern stattgefunden. Der Architekt Frank Llyod Wright leistete mit dem 1906 errichteten "Larkin Building" in Buffalo und dem 1939 erbauten "Johnson Wax Building" in Racine Pionierarbeit. Hier verband er Büroarbeit mit zeitgenössischer Architektur. Gleichsam stand hierbei nicht die Entwicklung neuer Bürokonzepte im Vordergrund. Vielmehr wirkte der Wunsch, ein Bürogebäude als Gesamtkunstwerk mit einer zur Architektur passenden Ausstattung zu gestalten.

Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts begannen Designer, sich auf das Büro zu konzentrieren. Modulare Einrichtungssysteme wurden entwickelt und immer mehr den Bedürfnissen der Menschen angepasst, anstatt Büroräume ausschließlich ihren Aufgaben entsprechend einzurichten.

Dieses Prinzip gilt bis heute. OKA verschreibt sich seit über 160 Jahren dem Bau und der Gestaltung von Möbeln, die ihren Besitzern dienen und sie zugleich erfreuen. Durch die Umsetzung individueller Konzepte erschaffen wir von OKA das Büro der Zukunft bereits heute. Neben höhenverstellbaren Schreibtischen und ergonomischen Stühlen bieten wir Kunden die Möglichkeit, das Büro komplett neu zu denken.

Variable Wände ermöglichen Raumdefinitionen, die binnen Minuten umgestaltet und angepasst werden können, ohne das Grundprinzip des Raumes zu verändern. Das Design-Büro von heute (und morgen) besticht durch Flexibilität, Varianz und Funktionalität auf allen Ebenen. Es entspricht dem Zeitgeist, in denen ein Büro mehr ist als eine simple Arbeitswelt. Es ist Teil des Lebensraums.
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