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Licht und Beleuchtung im Büro

Es gibt bestimmte Faktoren, von denen jeder weiß, dass sie die Produktivität am Arbeitsplatz beeinflussen. Daneben existiert ein weiterer, wichtiger Faktor, den die meisten Arbeitgeber oft übersehen: die Beleuchtung. Sicher, es ist allgemein bekannt, dass das Lesen im Dunkeln Ihre Augen schädigen kann. Doch die Beleuchtung hat weit darüber hinausgehende Auswirkungen. Die Wahl der Beleuchtung kann einen erheblichen Einfluss auf die Produktivität eines Unternehmens nehmen.

Laut Umfragen der Statista GmbH denken 23% aller befragten Personen an das Licht, wenn es darum geht, Aspekte eines optimalen Arbeitsplatzes zu definieren1. Danach folgen Themen wie Akustik und moderne Technik, die das Wohlgefühl bzw. auch das Ideal eines Büros beschreiben.
Helles, lichtdurchflutetes Büro mit OKA Puron Tischen und OKA ModulLine Schränken
Helles, lichtdurchflutetes Büro mit OKA Puron Tischen und OKA ModulLine Schränken

Kritisch nachgefragt: Künstliche Beleuchtung



Der erste "Übeltäter", das schwache Licht, kann aus mehreren Gründen der Produktivität schaden. Erstens kann eine schwache Beleuchtung zu Augenbelastung und Kopfschmerzen führen. Ist die Beleuchtung unzureichend, sind die Augen gezwungen, viel härter zu arbeiten, um zu sehen. Schlechte Beleuchtung kann auch zu Schläfrigkeit und Fokuslosigkeit führen, was sich entsprechend negativ auf die Motivation der Mitarbeiter auswirken würde.

Der zweite "Schwarze Peter", die harte Beleuchtung, kommt in Büros viel häufiger vor als die schwache Beleuchtung und ist ebenso schädlich. Vor allem die Leuchtstoffröhre hat eine Reihe von negativen Auswirkungen auf die Mitarbeiter, da sie eine Augenbelastung verursacht und auch Auslöser für Migränekopfschmerzen sein kann. Diese starke Beleuchtung erschwert zudem die Fokussierung des Auges, weshalb nach Möglichkeit Alternativen gesucht werden sollten.

Richtige Beleuchtung im Büro: Natürliche Beleuchtung als überlegene Alternative



Die beste Alternative zu harten Beleuchtungs- und Dämmerungssystemen ist das natürliche Licht selbst. Architekten wissen, dass Fenster die wichtigste Determinante für die Zufriedenheit der Personen in einem Gebäude sind. Daher werden in Gebäuden möglichst viele sowie gut gelegene Quellen für natürliches Licht installiert.

Der Hintergrund liegt in einem bio-physikalischen Phänomen, dass komplizierter klingt, als es ist: Im Tageslicht ist der Blaulichtanteil besonders hoch. Dieses besondere Licht wirkt auf den menschlichen Körper und verhindert die Bildung des Schlafhormons Melatonin. Das heißt, man wird weniger bzw. gar nicht müde. Gleichzeitig fördert Tageslicht die Bildung von Glückshormonen. Es geht uns also gut.

Es hat sich gezeigt, dass Renovierungen unter Berücksichtigung natürlichen Lichts zu glücklicheren Arbeitnehmern, weniger Fehlzeiten und weniger Krankheitstagen führen. Und weil bessere Beleuchtung die Zufriedenheit der Arbeitnehmer fördert, führt sie auch zu einer höheren Produktivität. Dieser Aspekt kann durch den Einsatz spezieller Materialien und Farben unterstützt werden.

Ein kleiner Exkurs: Während einer Renovierung oder Einrichtung ist auch zu überlegen, wie ein an sich lichtdurchfluteter Raum organisatorisch aufgeteilt werden kann, ohne gesondert Wände einziehen zu müssen. Eine Option wären variable Trennwände , die den Raum optisch teilen, aber den Lichtfluss beibehalten.

Falls es absolut nicht möglich ist, den Raum mit natürlichem Licht zu erhellen, sollte man sich für eine vollspektrale Tageslichtlampe entscheiden. Vollspektrum Tageslichtlampen ähneln dem Sonnenlicht am meisten, da sie mit den in der Sonne vorhandenen sieben Regenbogenfarben und entsprechend hohen Farbtemperaturen (>5300 K) das sogenannte "Tageslichtweiß" (auch "Kaltweiß" genannt) erzeugen. Unser Auge kann – vor allem bei Lichtfarben im höheren Temperaturbereich – fast keinen Unterschied der Lichtfarben wahrnehmen – unser Körper aber schon. Die Zusammensetzung des Lichtspektrums ist demzufolge der Schlüssel für besseres Sehen und auch für unser Wohlbefinden.

1 Vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/182887/umfrage/wichtige-kriterien-fuer-denbueroarbeitsplatz/
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